Hyperaktive Kinder – ADHS




Das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom, kurz ADHS, ist eine der weit verbreitetesten psychischen Erkrankungen in Österreich und Deutschland. Aktuell geht man davon aus, dass zwischen 4 und 7 % aller Kinder und Jugendlichen eine solch geartete Störung aufweisen. Betroffene, deren Kinder an dieser psychischen Erkrankung leiden, sind häufig mit dieser Situation überfordert und sind somit auf Hilfe durch Dritte angewiesen.

ADHS: Es kann jeden Treffen

Treten Verhaltensauffälligkeiten auf, muss zunächst geklärt werden, ob eine Krankheit tatsächlich vorliegt. Grundsätzlich sind Kleinkinder, die sich auffällig benehmen, nicht sofort von ADHS betroffen, gewisse Phasen Entwicklungsphasen durchlaufen nahezu alle Kleinkinder. Sollten allerdings mehrere Anzeichen darauf hindeuten, dass tatsächlich eine Erkrankung vorliegt, sollte der Facharzt konsultiert werden. Auffälligstes Indiz ist dabei jenes, dass sich erkrankte Kinder auch durch gutes zureden durch Erwachsene nicht beruhigen lassen.



Wer ist von dieser Erkrankung betroffen

adhsDie Erkrankung kann im Vorschulalter erstmalig auftreten, ebenso wie im Schulalter, bei Jugendlichen und Erwachsenen. Auch Säuglinge können an ADHS erkranken. Häufig liegt eine erbliche Anlage vor, die mit als Auslöser für die Erkrankung angesehen wird. Die Auswirkungen und Anzeichen sind dabei je nach Altersstufe unterschiedlich – klar sollte sein, dass grundlegend immer eine ernstzunehmende Erkrankung vorliegt. Begleitet werden diese Verhaltensauffälligkeiten häufig von einer Reihe von Symptomen, aber auch klassischen Auslösern, wie etwa gestörte Eltern-Kind-Beziehungen. Generell sind neben den genetischen Erbanlagen vor allem Fehler in der Erziehung ursächlich für entsprechende Störungen. Fehleinschätzungen und überzogene Ansprüche an die Kinder können klar als Auslöser von ADHS benannt werden – hier gilt es vor allem mehr und mehr Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren. adhsDenn: Unsere heutige Gesellschaft ist geprägt von Leistungsdruck und hohen Ansprüchen. Immer mehr Eltern neigen dazu, ihre Kinder mit Frühförderungen zu überfordern und diese einem enormen Leistungsdruck auszusetzen. Auch wenn die Intention dahinter eine gute sein mag, dieses Verhalten überfordert einen Großteil und wirkt sich letztendlich kontraproduktiv aus. Eine schwere Folge davon kann ADHS sein. Erfahrungsberichte von Eltern hyperaktiver Kinder

Habe ich es mit ADHS zu tun?

kind-untersuchungWenn Sie sich mit den Symptomen dieser Erkrankung auseinandersetzen, werden Sie unter Umständen sofort den Verdacht hegen, dass ihr Nachwuchs auch unter ADHS oder ADS leiden könnte. Die Verhaltensmuster treten in abgeschwächter Form bei nahezu allen Kleinkindern auf, allerdings in der Regel nie gleichzeitig. Viele haben ab und an Probleme, still zu halten, oder trödeln morgens oder verweigern gewisse Speisen. Dies bedeutet nicht, dass sie ernsthaft krank sind. Allerdings, sollten sich diese Probleme nicht mildern oder beheben lassen und treten diese gehäuft und kombiniert auf, liegt der Verdacht einer psychischen Erkrankung nahe.

Verschiedene Symptome, Therapie und Behandlung

Grob unterscheidet man hier zwei verschiedene Erkrankungsvarianten:

  • In ADHS (mit Hyperaktivitätssyndrom) und in
  • ADS (ohne Hyperaktivitätssyndrom).

Die Hyperaktivität wird häufig im Falle von Kindern auch mit dem Begriff Zappelphilipp-Syndrom umschrieben. Welche der beiden Erkrankungen letztendlich vorliegt, muss vom Facharzt festgestellt werden. In beiden Fällen ist eine medizinische Betreuung und Diagnose unerlässlich. Bleiben die Symptome unerkannt und unbehandelt, kann dies zu nachhaltigen Verhaltensstörungen führen, die das gesamte, folgende Leben stark beeinflussen und auch das Gehirn schädigen können.

Je älter die Betroffenen werden, umso mehr wirkt sich diese Krankheit auch auf das Selbstwertgefühl aus. Zudem sorgen die schlechten Leistungen in der Schule dafür, dass auch berufliche Perspektiven beschnitten werden können. Wichtig: Bei Verdacht einer Erkrankung oder psychischen Störung sollten Sie nicht zögern und eine ärztliche Untersuchung in Anspruch nehmen! Wird diese Krankheit verschleppt oder ignoriert, hat dies schwerwiegende Konsequenzen für das gesamte Leben Ihres Kindes, letztendlich auch für Sie und Ihren Partner selbst!adhs-kind

Unser ADHS Ratgeber

ADHS sollte also keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden. Wir liefern Ihnen auf den folgenden Seiten Informationen darüber, wie Sie eine ADHS Erkrankung frühzeitig erkennen können und wie sich diese in den einzelnen Altersstufen Ihrer Kinder äußert und auswirken kann. Ein Teil unseres Ratgebers setzt sich natürlich auch mit Behandlungen, Therapien und Medikamenten auseinander. Wir skizzieren für Sie Wege, um gegen ADHS vorgehen zu können. Sie sind nicht alleine – wir zeigen Ihnen, wie und wo Sie Hilfe in Anspruch nehmen können! ADHS Ratgeber